Rück- und Ausblicke in unserer und Ihrer Sache"
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Aktuelles Adressverzeichnis der deutschen
Botanischen Gärten
- Beginn einer neuen Datenbank
-
- Im Februar hatten Prof. Dr. Franz Oberwinkler und
Prof. Dr. Wilhelm Barthlott in einem Schreiben an
alle Botanischen Gärten das Forschungs- und
Entwicklungsvorhaben "Deutsche Botanische
Gärten und Erhaltung von Biodiversität"
erstmals vorgestellt. Die erste Kontaktaufnahme
sollte dazu benutzt werden, die Adressen und die
Namen der Ansprechpartner in den Gärten zu
aktualisieren. Auf einer beigefügten frankierten
Postkarte wurde darum gebeten, etwaige
Änderungen mitzuteilen und ferner mit einigen
'Kreuzen' zu bestätigen, wie groß das Interesse
am Vorhaben sei und ob das Internet als
Kommunikationsmedium zur Verfügung stehe.
Sehr
erfreulich ist, daß 63% der angeschriebenen
Gärten geantwortet haben und von diesen über
die Hälfte dazu bereit ist, das Forschungs- und
Entwicklungsvorhaben intensiver zu unterstützen.
Bemerkenswert ist, daß die Befragung und
Registrierung der Rückantworten nach fast 7
Wochen noch nicht beendet war. Die meisten
Gärten haben allerdings umgehend geantwortet.
Die Ergebnisse dieser ersten Kontaktaufnahme
machen Mut. Dennoch bleibt selbstverständlich
der Wunsch, daß noch einige weitere Gärten, die
eine Beteiligung an der Antwortaktion verpaßt
haben, sich in der Zukunft dennoch engagieren.
Die aktuelle Adressenliste der Botanischen
Gärten Deutschlands wird mit diesem
Nachrichtenblatt an alle Botanischen Gärten
verschickt und auch dem Verband sowie allen
sonstigen Interessierten zur Verfügung gestellt.
Die Liste ist auch als Datenbank erhältlich (im
Access-Format) - sie bildet den Grundstock einer
Datenbank über die deutschen Botanischen
Gärten, die zur Zeit entsteht und bereits vor
Abschluß des Vorhabens einem breiten Publikum
zur Verfügung gestellt werden wird. Der Aufbau
dieser Datenbank erfolgt in enger Zusammenarbeit
mit ZADI, dem deutschen Clearinghouse Mechanismus
und SYSTAX.
| Das Bundesamt für Naturschutz
würdigt die Leistungen der Botanischen
Gärten in einer aktuellen
Presseerklärung In einer
Presseerklärung zum 20.3.1997,
pünktlich zur Präsentation des Buches
von Loki Schmidt über die Botanischen
Gärten Deutschlands, würdigt das
Bundesamt für Naturschutz die Beiträge
der Botanischen Gärten zum Schutz der
biologischen Vielfalt. "Um die
Bemühungen der Botanischen Gärten für
eine bessere Strukturierung und
Integration ihrer Arbeit in das
Naturschutzhandeln zu unterstützen"
habe das Bundesamt für Naturschutz den
Verband Botanischer Gärten e.V. mit der
Durchführung eines Forschungs- und
Entwicklungsvorhabens beauftragt. Der
gesamte Wortlaut der Presseerklärung
auch im Internet unter: http://195.80.205.111/presse/bfn/pm_bfn04.htm.
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Wichtige Aktivitäten der letzten Monate
-
- Das erste halbe Jahr der Durchführung des
Forschungs- und Entwicklungsvorhabens
"Deutsche Botanische Gärten und Erhaltung
von Biodiversität" ist geprägt von einer
möglichst breit angelegten Kontaktaufnahme mit
zahlreichen Institutionen und Personen, die für
die deutschen Botanischen Gärten wichtig sind.
In diesem Rahmen wurden Einzelgespräche geführt
aber auch zahlreiche Tagungen besucht
(Biodiversitätskongreß Frankfurt, Tagung der
deutschen Gesellschaft für Tropenökologie,
eurogard 97). Es erfolgte eine enge
Zusammenarbeit mit Bonner Behörden und
Arbeitsgruppen (z.B. BMU, BfN, Clearinghouse
Mechanism, AG Zugang zu genetischen Ressourcen,
ZADI). Zum Thema "Zugang zu genetischen
Ressourcen" werden zur Zeit intensive
Gespräche mit dem BMU, dem BfN und der GTZ
geführt (Planung eines Modellprojektes; in
Zusammenarbeit mit dem Palmengarten). Ein
besonderes Schwergewicht wurde auf das
Kennenlernen von internationalen Aktivitäten der
Biodiversitätserhaltung der
Botanische-Gärten-Szene gelegt. Es erfolgten
bisher u.a. Besuche in den Niederlanden (Utrecht,
Arnheim) und England (London, Kew). Begonnen
wurde eine umfassende Datensammlung über die
Deutschen Botanischen Gärten und ihre
Beteiligung an dem Erhalt der biologischen
Vielfalt sowie die Einrichtung einer Datenbank.
Im Januar trat die Projektbegleitende
Arbeitsgruppe des Vorhabens zusammen. Mitglieder
sind neben Vertretern des Vorhabens Dr. Bosbach,
BG Osnabrück, Dr. Fink, BfN, Dr. Gröger, BfN,
Prof. Dr. Oberwinkler, Verband BG, Tübingen, Dr.
Schneckenburger, BG Darmstadt. Vorgestellt und
verfeinert wurde u.a. die konkrete Planung des
Forschungs- und Entwicklungsvorhabens -
Ausgangspunkt der Diskussionen war eine
gemeinsame Analyse der derzeitigen Probleme der
Botanischen Gärten Deutschlands.
Jahrestagung Klimabündnis e.V. in Bonn:
Botanische Gärten + Kommunen + Biodiversität = ?
-
- Am 24. April diesen Jahres wird Dr. Pierre Ibisch
auf der Jahrestagung des Klimabündnis e.V. in
Bonn einen Vortrag über Botanische Gärten,
Biodiversität und Kommunen halten. Die über 500
Mitgliedskommunen des europäischen Vereins,
welcher die Umsetzung der internationalen Rio de
Janeiro-Konventionen auch auf lokaler Ebene
vorantreiben will (v.a. Tropenwalderhaltung unter
besonderer Berücksichtigung und Förderung der
indigenen Völker), erarbeiten eine Lokale Agenda
21. Im Rahmen des Vortrages wird betont, daß ein
Großteil der deutschen Klimabündnis-Kommunen
kompetente Ansprechpartner für
Biodiversitätsfragen in ihrer unmittelbaren
Umgebung finden können: nämlich die Botanischen
Gärten. Eine breites Spektrum gemeinsamer
Aktivitäten bietet sich an. Weitere
Informationen zum Klimabündnis auch unter: http://www.stadt-frankfurt.de/klima/.
Teilnahme an weiteren Tagungen
-
- Zu den nächsten Schritten des Forschungs- und
Entwicklungsvorhabens "Deutsche Botanische
Gärten und Erhaltung von Biodiversität"
wird u.a. die Teilnahme an der Jahrestagung des
Amerikanischen Verbandes der Botanischen Gärten
(AABGA) in New York gehören (28.5.-31.5.1997).
Ferner sollen führende Botanische Gärten der
USA besucht werden, um die entsprechenden
Strukturen und Aktivitäten der Erhaltung der
biologischen Vielfalt kennenzulernen. Außerdem
ist eine Teilnahme an der Kustodentagung
(6.6.1997) und der Tagung des Verbandes
Botanischer Gärten (7.6.1997) in Greifswald
vorgesehen. Wir hoffen, bei diesen Gelegenheiten
neue Erfahrungen und Ideen austauschen zu
können.
Bitte schnell handeln: Werbung für Ihren
Garten auf CD!
-
- Der DIALOBIS-Verlag, Berlin, wird eine CD-Rom
über die Bäume Mitteleuropas herausbringen. Er
lud die Vertreter des Forschungs- und
Entwicklungsvorhabens dazu ein, auf der CD für
die Botanischen Gärten Deutschlands zu werben.
Alle Gärten werden mit gewissen
Grundinformationen vertreten sein (z.B. Adressen
und Ansprechpartner). Falls Sie wünschen, mit
Ihrem Garten besonders auffällig vertreten zu
sein, bitten wir Sie, uns umgehend Fotos oder
auch Texte (auf Diskette) über Ihren Garten
zuzusenden (insbesondere über die von Ihnen
kultivierten Baumarten).
Schauen Sie mal herein: deutscher
Clearinghouse-Mechanism für das Übereinkommen über die
biologische Vielfalt - Informationen über
Biodiversitätsinformationen im Internet
-
- Das Übereinkommen über die biologische Vielfalt
sieht vor, daß die Vertragspartner - inzwischen
166 Staaten - Instrumente entwickeln sollen, um
sich untereinander den Informationsfluß über
Biodiversität und die jeweiligen nationalen
Bemühungen zur Umsetzung der
Biodiversitätskonvention sowie die
wissenschaftliche und technische Zusammenarbeit
zu erleichtern. Ein solches Instrument ist der
Clearinghouse-Mechanismus (CHM). Hauptsächlich
soll das Internet als Kommunikationsinstrument
eingesetzt werden. Deutschland spielt bisher beim
Vorantreiben des Clearinghouse-Mechanismus eine
Vorreiterrolle. Ab Mai 1997 wird im Sekretariat
der Biodiversitätskonvention ein Deutscher die
Rolle des Clearinghouse-Officer übernehmen: Marc
Auer, vormals BMU. Der CHM wird in Deutschland
von einer Arbeitsgruppe entwickelt bzw.
begleitet, in der verschiedene relevante
Institutionen vertreten sind (z.B. BfN, GTZ,
ATSAF). Der Bereich Universitäten und Botanische
Gärten wird in der Arbeitsgruppe durch Prof. Dr.
Wilhelm Barthlott, BG Bonn, repräsentiert. Das
Informationsangebot des CHM hält auch für die
Mitarbeiter von Botanischen Gärten vielerlei
wertvolle Informationen bereit. Vor allem lenkt
der CHM das Augenmerk eines internationalen
Publikums auch auf die deutschen Botanischen
Gärten. Eine Vorstellung des Forschungs- und
Entwicklungsvorhabens erfolgt ebenso wie die
Veröffentlichung der Erklärung des Verbandes
Botanischer Gärten zur biologischen Vielfalt
(jetzt auch auf englisch - unter What's new on
CBD in Germany?). Schauen Sie mal herein: http://www.dainet.de/bmu-cbd/homepage.htm.
Personelle Veränderungen
-
- Ab Juni 1997 wird sich Dr. Pierre Ibisch,
Ko-Initiator und bisher Verantwortlicher für die
Durchführung des Forschungs- und
Entwicklungsvorhabens "Deutsche Botanische
Gärten und Erhaltung von Biodiversität"
neuen Aufgaben im Bereich der
Biodiversitätserhaltung in Bolivien zuwenden.
Dipl.-Biol. Georg Rauer, der das Projekt von
Beginn an als Wissenschaftliche Hilfskraft
begleitet hat, wird die
Durchführungsverantwortung übernehmen. Die neue
Wissenschaftliche Hilfskraft ist Dipl.-Biol.
Marlies van den Driesch.
Der Beitrag der deutschen Botanischen
Gärten zur Erhaltung biologischer Vielfalt unter der Lupe - ein
wichtiges Treffen im November 1997
-
- Die Verantwortlichen für die Durchführung des
Forschungs- und Entwicklungsvorhabens
"Deutsche Botanische Gärten und Erhaltung
der Biodiversität" werden im November in
Bonn einen Workshop zum Thema des Vorhabens
durchführen. Eingeladen sind u.a. alle
interessierten Gartendirektoren, Kustoden und
Technischen Leiter der deutschen Botanischen
Gärten. Dr. Peter Wyse Jackson, Generalsekretär
von Botanic Gardens Conservation International
(BGCI) und Prof. Dr. Franz Oberwinkler,
Präsident des Verbandes Botanischer Gärten e.V.
haben ihre Teilnahme zugesagt. Weitere
Informationen werden Ihnen zugesandt.
Landesverband Natur- und Umweltschutz
Nordrhein-Westfalen (LNU) und Botanische Gärten
-
- Die Vertreter des Forschungs- und
Entwicklungsvorhabens haben Kontakt mit dem
Landesverband Natur- und Umweltschutz
Nordrhein-Westfalen aufgenommen. Dazu wurde ein
Gespräch mit dem Präsidenten des Verbandes, Dr.
Hermann Josef Roth, und Frau Ulrike Schaksmeier
geführt. Frau Schaksmeier hatte im vergangenen
Jahr für den LNU eine schriftliche Befragung der
deutschen Botanischen Gärten durchgeführt und
die entsprechende Auswertung in der Natur- und
Landschaftskunde (Heft 32; 1996) publiziert. Dr.
Roth bekräftigte das große Interesse des
Naturschutzverbandes, die Zusammenarbeit mit den
Botanischen Gärten zu verstärken. Geplant ist
u.a. eine Unterzeichnung eines
Kooperationsübereinkommens mit dem Verband
Botanischer Gärten e.V. Es wäre überaus
wünschenswert, wenn eine solche Verbindung
modellhaft die Integration der Botanischen
Gärten in das nationale 'Naturschutzhandeln'
vorantreiben könnte.
Wir möchten Sie kennenlernen: Besuche der
interessierten Botanischen Gärten Deutschlands
-
- In den vergangenen Wochen ergaben sich für die
Verantwortlichen des Forschungs- und
Entwicklungsvorhabens bereits viele Gespräche
mit den unterschiedlichsten Vertretern der
deutschen Botanischen Gärten (z.B. Bremen,
Darmstadt, Frankfurt, Göttingen, Hamburg, Jena,
Leipzig, Mainz, Osnabrück). Ab Juni/Juli 1997
beginnt eine systematische Kontaktaufnahme mit
möglichst vielen Botanischen Gärten, die dann
auch persönlich aufgesucht werden sollen.
Die deutschen
Botanischen Gärten und die Umsetzung des "Übereinkommens
über die biologische Vielfalt" - eine neue Aktivität des
Forschungs- und Entwicklungsvorhabens
SYSTAX unterstützt das
Forschungs- und Entwicklungsvorhaben "Deutsche Botanische
Gärten und Erhaltung von Biodiversität"
-
- Das Informationssystem für
die deutschen Botanischen Gärten SYSTAX
(Universität Ulm) unterstützt das
Forschungs- und Entwicklungsvorhaben
"Deutsche Botanische Gärten und Erhaltung
von Biodiversität". Zur Vorbereitung der
"eurogard 97" wurden Analysen von
Beständen der Botanischen Gärten zur Verfügung
gestellt (z.B. durchschnittliche Zahl der
Akzessionen pro Taxon). Die Datenbank wurde so
modifiziert, daß die Bestände auch mit Listen
z.B. von gefährdeten Arten verglichen werden
können. Dies wird in Zukunft ein sehr wichtiges
Instrument für das Werben für die Botanischen
Gärten darstellen und so manches langwierige
Ausfüllen von Fragebögen überflüssig machen.
Eine Abschätzung der Vielfalt der Bestände der
Botanischen Gärten Deutschlands ist dringend
erforderlich. SYSTAX kann dabei eine maßgebliche
Rolle übernehmen. Es ist dazu allerdings
notwendig, daß möglichst alle Botanischen
Gärten ihre Bestandslisten
zur Verfügung stellen. Bisher liegen Daten
aus über 10 Botanischen Gärten vor.
SYSTAX
hat auch die Aufgabe übernommen, eine Homepage
des Verbandes
Botanischer Gärten vorzuschlagen. Diese
lobenswerte Initiative muß jetzt durch
konstruktive Vorschläge und Wünsche
unterstützt und weiter voran gebracht werden.
Auch wenn bisher nur ein Teil der Botanischen
Gärten das Internet nutzen kann, ist die
Homepage ein sehr wichtiges Instrument zur
Selbstdarstellung des Verbandes und der
Botanischen Gärten. Nicht nur für die
Mitglieder des Clearinghouse-Mechanismus und für
viele relevante Entscheidungsträger stellt die
Homepage des Verbandes dessen Visitenkarte dar,
die genau beurteilt und gern benutzt wird. Es gab
bereits aus dem In- und Ausland Reaktionen auf
die Aktivitäten des Verbandes, auf welche
während der Internetrecherche gestoßen wurde.
Die Ansprechpartner von SYSTAX (Abteilung
Spezielle Botanik, 89069 Universität Ulm) sind
Dr. Jürgen Hoppe
(juergen.hoppe@biologie.uni-ulm.de) und Dr.
Evelin Boos (boos@audrey.biologie.uni-ulm.de).
Homepage: http://www.biologie.uni-ulm.de/systax/.
Fünfter Internationaler Botanische Gärten
Kongreß 1998 in Südafrika Kirstenbosch
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- Vom 14. bis zum 18. September 1998 wird in
Kirstenbosch, Kapstadt, Südafrika der fünfte
Internationale Botanische Gärten-Kongreß
stattfinden. Anmeldungen werden von den
Veranstaltern bereits erwünscht. Adresse: Prof
Brian j. Huntley, National Botanical Institute,
Private Bag X7, Claremont 7735, South Africa,
Fax: +27 21 761 4687, Email: bgci98@nbict.nbi.ac.za
Dr. Pierre L. Ibisch, Georg Rauer, Dr. Wolfram
Lobin; April 1997.
WWW-Version J.R. Hoppe; Juni 1997