Cannabis sativa L. ssp. indica

Rauschhanf

Cannabaceae

Herkunft und Verbreitung:

Der Rauschhanf stammt aus den Steppengebieten Vorderasiens und ist die Stammform des Faserhanfes. Seit 800 v. Chr. in Indien als Rauschgift in Gebrauch, in alkoholischer Lösung getrunken oder geraucht.

Morphologie und Anatomie:

Einjährige, bis 1-1,5m hohe Pflanze mit handförmig geteilten Blättern und zweihäusiger Blütenverteilung. Die Tragblätter der weiblichen Blüten besitzen Drüsenköpfchen mit dem Harz, welches in Indien Haschisch genannt wird. In Südamerika werden die harzverklebten Infloreszenztriebe Marihuana (Maria-Johanna) genannt.

Anbau:

Die weiblichen Blütenstände werden abgeschnitten und als Ganzes verkauft. Das Harz kann aber auch gewonnen werden, indem man die Blütenstände auf Teppichen reibt, wobei das Harz an den Fasern hängen bleibt. Das aus dem Teppich über Papier ausgeklopfte Harz wird zu einer braunen Masse geknetet. Ebenfalls erfolgt die Ernte dadurch, dass Sammler mit Lederhosen durch die dichte Anpflanzung gehen und dann das dem Leder anhaftende Harz abgekratzt wird.

Ertrag:

Inhaltsstoffe:

Cannabidiolsäure (beruhigend und schmerzlindernd), Tetrahydrocannabinol (psychotrop wirksam) und Cannabinol (pharmakologisch unwirksam). Nur in warmen Ländern wird eine ausreichende Menge Harz gebildet.

Verwendung:

Meist geraucht.

Links

[Köhler 1880; Cannabis sativa]

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Abbildungen

 

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Botanik - Morphologie, Anatomie und Systematik der Pflanzen

© J.R. Hoppe 1999 - 2006