Brassica oleracea L.

Kohl
Brassicaceae

# [Brassica oleracea convar. capitata var. capitata f. rubra (Rotkohl), Kohlköpfe]
# [Brassica oleracea convar. acephala var. medullosa (Markstammkohl), Habitus]
# [Brassica oleracea convar. acephala var. medullosa (Markstammkohl), Sproßspitze]
# [Brassica oleracea convar. acephala var. gongyloides (Kohlrabi), Habitus]
# [Brassica oleracea convar. acephala var. sabellica (Grünkohl), Habitus]
# [Brassica oleracea convar. acephala var. sabellica (Grünkohl), Habitus]
# [Brassica oleracea convar. capitata var. sabauda (Wirsing), Habitus]
# [Brassica oleracea convar. capitata var. sabauda (Wirsing), Kopf seitlich]
# [Brassica oleracea convar. capitata var. capitata f. rubra u. f. alba (Rotkohl und Weisskohl), junge Pflanzen]
# [Brassica oleracea convar. capitata var. capitata f. rubra (Rotkohl), Bildung der Kohlköpfe]
# [Brassica oleracea convar. capitata var. capitata f. alba (Weisskohl), junge Kohlköpfe]
# [Brassica oleracea var. gemmifera (Rosenkohl), Röschen]
# [Brassica oleracea var. gemmifera (Rosenkohl), Habitus]
# [Brassica oleracea var. gemmifera (Rosenkohl), Bildung der Achselknospen]
# [Brassica oleracea convar. botrytis var. botrytis (Rosenkohl), blühende Pflanze]
# [Brassica oleracea convar. botrytis var. botrytis (Rosenkohl), Teil einer Infloreszenz]

Herkunft und Verbreitung:

Ableitung der Brassica-Arten von der an den Küsten von Mittelmeer und Atlantik vorkommenden Wildart Brassica oleracea var. oleracea. Als Blätterkohl schon den Römern bekannt; die Kopfkohlarten werden aber erst im 12. Jhdt. nördlich der Alpen angebaut. Wirsingkohl ab dem 16. Jhdt., Rosenkohl ab 1821 (von De Candolle beschrieben).

 Morphologie:

Bienn-hapaxanthe Rosettenpflanzen; gestauchte Achsen mit breiten, sich nicht entfaltenden Blättern. Der Kohlkopf ist also mit einer Knospe vergleichbar. Die Verdickung des Strunkes beruht auf einem medullären primären Dickenwachstum. Die Köpfe sind beim Weiss- und Rotkohl fest geschlossen, beim Wirsing etwas lockerer. Beim Rosenkohl bilden sich in den Blattachseln der 60-80 cm hohen Sprossachse kleine feste Knospen, die erst nach dem ersten Frost geerntet werden. Alle Kohlsorten bilden im zweiten Jahr unter Auflösen der Rosetten eine Infloreszenz mit gelben Blüten.

 Anbau:

Die meisten Arten sind Wintergemüse; der Spitzkohl wird schon im Mai und Juni geerntet.

 Inhaltsstoffe:

Senfölglykoside Sinigrin, Gluconapin u.a., die bei Gewebezerstörung durch die in den Myrosinzellen vorhandene Myrosinase in die Senföle gespalten werden.

 Verwendung:

Als Rohkostsalat oder gekocht als Gemüse; als Sauerkraut. Grünkohl und Rosenkohl haben ihren besten Geschmack erst nach dem ersten Frost.

 Varietäten:

Convar. acephala (DC.) Alef.:
var. medullosa Thell., Markstammkohl
var. gongylodes L., Kohlrabi
var. sabellica L., Grünkohl

Convar. capitata (L.) Alef.:
var. capitata L. f. rubra, Rotkohl
var. capitata L. f. alba, Weisskohl
var. sabauda L., Wirsing

Convar. oleracea:
var. gemmifera DC, Rosenkohl

Convar. botrytis:
var. botrytis L., Blumenkohl
var. italica Plenck, Brokkoli