Morphologie der Achse

5 Seitensproßbildung und Wuchsform

5.2 Bäume

Bei ständigem Weiterwachsen der Hauptachse einer Pflanze oder bei deutlicher und fortwährender Acrotonie der Verzweigung ergibt sich die Wuchsform eines Baumes. Je nach Verhalten der Terminalknospe unterscheidet man monopodiale und sympodiale Bäume.

Monopodial sind etwa die Nadelbäume, die Esche (Fraxinus excelsior), die Eiche (Quercus sp.) oder die Rotbuche (Fagus sylvatica), sympodial die Linde (Tilia sp.), die Ulme (Ulmus sp.) oder die Kastanie (Castanea sativa).

Die Ahornarten (Acer sp.) und die Rosskastanie (Aesculus hippocastanum) zeigen zunächst monopodialen und nach Erreichen der Blühreife sympodialen Wuchs der Hauptachse.

Araucaria heterophylla (Zimmertanne); Monopodialer Baum

Fraxinus excelsior (Esche); monopodialer Baum]

Tilia platyphyllos (Sommerlinde); sympodialer Baum

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Abbildungen

(Tafelzeichnung) orthotroper Hauptspross mit basitoner, akrotoner oder mesotoner Förderung der plagiotropen Seitenknospen

(Tafelzeichnung) Seitenspross in der Achsel eines Tragblattes mit epitoner, amphitoner (= laterotoner) und hypotoner Förderung

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Botanik - Morphologie, Anatomie und Systematik der Pflanzen

© J.R. Hoppe 1999 - 2006