Morphologie der Achse

3 Internodienstreckung und Wuchsform

3.5 Hypokotylknolle

Eine Hypokotylknolle ist ein Speicherorgan, welches durch Verdickung allein des Hypokotylbereiches entsteht.

Beispiele sind etwa das Radieschen (Raphanus sativus var. radicola) und die Rote Beete (Beta vulgaris var. conditiva, Chenopodiaceae).

Beim Radieschen (Raphanus sativus var. radicola) die Verdickung durch sekundäres Dickenwachstum mit überwiegendem Xylemteil zustande. Die Primäre Rinde wird dabei gesprengt, an der fertigen Knolle sieht man also die durch Anthocyan rot gefärbte Sekundäre Rinde. Werden die Radieschen zu spät geerntet, so sind sie durch Bildung von Interzellularen "pelzig" geworden.

Die Rote Beete (Beta vulgaris var. conditiva, Chenopodiaceae) verdickt den Hypokotylbereich durch ein anomales Sekundäres Dickenwachstum mit aufeinanderfolgenden konzentrischen Kambien.

Andere Beispiele für Arten mit Hypocotylknollen sind der Knollenkerbel (Chaerophyllum bulbosum, Apiaceae) und Bunium bulbocastanum (Apiaceae). Die Knollen auch dieser Pflanzen sind essbar.

Ausdauernde Hypokotylknollen bildet das Alpenveilchen (Cyclamen persica) und der Winterling (Eranthis hiemalis).

Links

 

Metacrawler

Hypokotylknolle

Abbildungen

Radieschen (Rhaphanus sativus var. radicola, Brassicaceae); Hypocotylknolle [Rauh 1959: 42]

Chaerophyllum bulbosum (Apiaceae)

Bunium bulbocastanum (Apiaceae)

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Botanik - Morphologie, Anatomie und Systematik der Pflanzen

© J.R. Hoppe 1999 - 2006