im Verband Botanischer Gärten e. V.

 
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3. Treffen der Gärtner und Gärtnerinnen für Stauden und Alpine Pflanzen
im Rennsteiggarten Oberhof am 20. 6. 1997

 

 

Wir danken den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen des Rennsteiggarten und besonders Frau Lauterbach für die informative Führung, die großzügige Bewirtung und Unterbringung und den ob des Wetters unentbehrlichen heißen Kaffee.

Anwesend sind 17 Kollegen und Kolleginnen aus 11 Gärten. Vier Kollegen aus Bayreuth hatten sich wieder abgemeldet, da ihnen aus uns unbekannten Gründen die Dienstreise verweigert wurde.

Wie schon letzes Jahr in Frankfurt festgestellt wurde, besteht großes Interesse, unsere Treffen 2-tägig zu veranstalten, damit wir uns besser kennenlernen und austauschen können und sich ein langer Anreiseweg lohnt.
Die Treffen sollen freitags und samstags stattfinden, d.h. einen Arbeitstag und einen Freizeittag in Anspruch nehmen. Wir erwarten, daß für den Freitag Dienstbefreiung gewährt wird bzw. die Fahrt als Dienstreise genehmigt wird.
Aus den regen Vorschlägen ergeben sich als nächste Tagungsorte:

1998 Chemnitz
1999 Kiel evtl.in Verbindung mit Hamburg
2000 Brockengarten
2001 Würzburg

Die Aufgabe und Verantwortung für die Organisation und Themengestaltung der Treffen wird als „ Staffellauf“ jährlich weitergegeben. Das nächste Treffen in Chemnitz organisieren M. Kammerlander (BG Würzburg) und B. Fiebig (NBG Göttingen).
Damit die Gruppe darüberhinaus kontinuierlichen ansprechbar ist , stellt sich H.M. Schmidt (BG Kiel) als Koordinator zur Verfügung.

Aus dem weiteren Verlauf unserer Gespräche kristallisierte sich deutlich der Bedarf , sich über die Fachthemen hinaus über allgemeine gärtnerische Themen und Probleme mit Kollegen und Kolleginnen im Verband zu treffen.
Es wird festgestellt, daß die Kollegen und Kolleginnen die sich keiner der bestehenden Fachgruppen zuordnen können, keinerlei Möglichkeit haben zusammenzukommen.
Kurz angesprochen werden:

* der Bedarf an Gründung neuer Fachgruppen z.B. einer dendrologischen und einer Bambusgruppe
* der mangelnde Informatiosfluß in den Gärten. So bleiben die Verbandsinfos bei einigen „in den Büros hängen“. Auch der Gärtnerisch Botanische Brief ist nicht allen Anwesenden bekannt.
die Zugänglichkeit von Fachzeitschriften und Literatur
* Kontakte und Zusammenarbeit der Reviergärtner in den Gärten
* nationaler Gärtneraustausch
* die Organisation eines Pflanzentausches von wertvollem überzähligen Pflanzenmaterial per e-mail über Systax.

Um diese und andere Themen angehen und ausarbeiten zu können, bedarf es der Zusammenkunft. Wir formulieren den dringenden Wunsch an unsere gewählten Vertreterin und Vertreter im Vorstand des Verbandes dafür Sorge zu tragen, daß sich alle interessierten Kollegen und Kolleginnen zur nächsten Jahrestagung in Bern (19.-21.6.98) zu einem Arbeitstreffen anmelden können. Zu organisieren sind ein Tagungsraum und günstige Unterkünfte. Desweiteren wünschen wir uns Führungen und Kontakte zu Berner Kollegen und Kolleginnen.
Wir hoffen auf rege Teilnahme und auf das Kennenlernen vieler gärtnerischer Verbandsmitglieder.

Danach wird´s wieder fachlicher:

Herr Kammerlander stellt feinen Bims (16/20) vor , der sich hervorragend als Stecklingssubstrat für kleine und feine Alpine eignet. Während bei Sand das Wasser durch seine Oberflächenspannung die Poren zwischen den Körnern füllt, saugt der poröse Bims das Wasser auf, und läßt Luft in die Poren. Wurzelfäulnis wird so vermieden.
Der Bims hält die Feuchtigkeit sehr lange und ist somit arbeitssparend. Wichtig vor Gebrauch ist ein ausgiebiges Anfeuchten des Substrates. Nach Gebrauch kann es durch Kochen sterilisiert und wiederverwendet werden.
25kg kosten DM 43,-. Eine süddeutsche Bezugsadresse kann bei Brigitte Fiebig Tel: 0551/395713 od. bfiebig@gwdg.de erfragt werden. Falls jemand eine norddeutsche Quelle kennt, bin ich für einen Hinweis dankbar.

Herr Schmidt berichtet , daß seine Aussaaten mit Lavagruß abgstreut kaum Moos und keine Algen ansetzen.

Herr Kammerlander verweist darauf, daß in den Samenkatalogen auffallend wenig Arten angeboten werden, die Schleuderfrüchte ausbilden. Um diese Samen aufzufangen haben sich Teefiltertüten bewährt, die bei Zeiten um die Samenansätze gebunden werden. Sie sind luftig und vergießfest.

Wir bitten um die Veröffentlichung unseres Protokolles über die Infobriefe, den Gärtnerisch Botanischen Brief und das Internet.

 

Bilder des Treffens

 

Brigitte Fiebig, Neuer Botanischer Garten Goettingen