Weiteres Beispiel einer vegetativen Vermehrung - Laubholz-Stecklinge

von Rainer Oberle

Laubholz-Stecklinge werden vom Frühling bis zu Sommer geschnitten und werden dann, je nach Art, als weiche, halbharte oder harte Stecklinge bezeichnet. Wie schon bei den Koniferen-Stecklingen wird nach dem Stecken mit einer einfachen Malerfolie abgedeckt. Je nach Witterung muß auch die Fußbodenheizung eingeschaltet sein. Das Substrat ist in etwa gleich wie bei den Koniferen-Stecklingen. Eine Mischung aus Perlite (eine Art Bimskies) und feinem Torf. An heißen Tagen muß zusätzlich eine Schattiermatte aufgelegt werden, damit die Blätter nicht verbrennen.

Auf dem Bild sehen wir einen Steckling von Tripterygium wilfordii. Diese Pflanze scheint medizinisch sehr wertvoll zu sein, wie folgende Anfrage von einem Institut für Bio-Technologie aus den U.S.A. beweist. Durch die Veröffentlichung in unserem Plant Kaleidoscope sind die amerikanischen Forscher auf uns aufmerksam geworden.

 

 

 

 

 

Diese Abbildung zeigt einen frisch geschnittenen Steckling von Pittosporum brevicalyx. Lange Jahre stand diese Pflanze unter falschem Namen im Botanischen Garten in Strasbourg. Auf mehrfache Bemühungen von Kollegen hin hat man nun den richtigen Namen gefunden. Es handelt sich um eine sehr seltene Art aus China. Die gemachten Stecklinge werden im Herbst bei einer der wichtigsten Pflanzenausstellungen in Frankreich (Coursson bei Paris) am Stand der Vereinigung Botanischer Gärten Frankreichs offiziell vorgestellt.

 

 

 

 

Bald sind die zwei Beete wieder gefüllt. Als Grundlage unserer Stecklingsvermehrung dient oft Stecklingsmaterial, das unter anderem vom Botanischen Garten Strasbourg, dem Botanischen Garten Freiburg sowie aus verschiedenen Privatgärten geholt wird.

 

 

 

 

 

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