Abbau der Klima-Kammern im Labor des Versuchsgartens Günterstal
Rainer Oberle


Klima-Kammer im Labor  (29020 Bytes)

Anfang der 70er Jahre wurden im Laborgebäude 2 Klima-Kammern installiert, um Gaswechsel-Messungen durchzuführen. Bis Ende der 80er Jahre waren die Anlagen ständig in Betrieb. Herr Dr. Gross untersuchte in erster Linie den Einfluß des Ozons auf Nadel- und Laubgehölze. Im Laufe dieser Zeit wurden die Anlagen immer wieder technisch aufgerüstet und vom damaligen Techniker, Herrn Flack, gewartet.
1992 wurde Herr Auchter (Dipl.-Ing. Elektronik) eingestellt, um die Kammern und die dazu gehörenden Meßgeräte weiter zu verbessern und die Meßgeräte über Computer zu vernetzen.
Dies ist nur teilweise gelungen. Mittlerweile war das Thema Ozon nicht mehr aktuell. Es hat wohl auch der letzte Einsatz beim rechtzeitigen Beantragen von Forschungsmitteln gefehlt, um noch einmal richtig einzusteigen. Nachdem Herr Auchter immer mehr gezwungen war, beim Instandhalten der Kammern zu improvisieren, was nicht gerade sehr motivierend für ihn war, zog er 1997 die Konsequenz, verließ den Versuchsgarten und machte sich selbstständig, nachdem er noch einige Zeit direkt beim Institut im Herder-Bau gearbeitet hatte.

Umlauf-Kühler und 2. Klima-Kammer  (27294 Bytes)

Seit dieser Zeit standen die Kammern und die dazu gehörenden Gerätschaften ungenutzt herum. Mehrere Versuche, andere Institute für eine Mitbenutzung zu gewinnen, scheiterten. Herr Dr. Gross glaubte bis kurz vor seiner Pensionierung im Januar 2000 immer noch an eine Wieder-Inbetriebnahme der Anlagen. Selbst in der Zeit danach, als er noch als Gastwissenschaftler bei uns am Institut tätig war, bemühte er sich vergebens um den Erhalt der Anlagen.
Mit seinem endgültigen Ausscheiden in naher Zukunft, mußte nun eine Lösung gefunden werden. Zuerst dachten wir daran, die Kammern zu verschrotten. Das wäre ein Fall für Herrn Wiemann von der Abteilung Umweltschutz & Abfallwirtschaft der Universität Freiburg gewesen. Nach einem Treffen mit ihm stellte sich jedoch schnell heraus, daß eine Verschrottung sehr, sehr teuer gekommen wäre (ca. 15000 DM).
Ein letzter Versuch wurde unternommen und Michael Rienks vom Institut für Forstbotanik und Baumphysiologie, Professur für Baumphysiologie verständigt. Der war nach Absprache mit seinem Chef, Herrn Prof.Dr. Rennenberg sofort bereit, die Kammern zu übernehmen und zumindest teilweise am Flugplatz, wo das Institut angesiedelt ist, wieder aufzubauen.
Nun gilt es nur noch, einen Umzug zu organisieren, der ca. 5000 DM kosten wird. Zwei Vertreter, hier ansässiger Firmen waren schon da, um Angebote bei Frau Rieflin abzugeben, die im Dezernat 4 Sachbearbeiterin für diese Fälle ist.

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