Formierungs-Schnitt am Beispiel eines Wacholders
Rainer Oberle


Formierter Wacholder  (49595 Bytes)

Am Eingang unseres Laborgebäudes steht ein ca. 40-jähriger Wacholder (Juniperus chinensis Pfitzeriana Aurea). Der Standort ist mit 345 m über NN denkbar ungeeignet für solch ein schneebruchgefährdetes Gehölz. Bei einer starken Nasschneeauflage einige Jahre zuvor, drohte der Baum auseinander zu brechen.

Ab diesem Zeitpunkt habe ich begonnen den Wacholder zu formieren, um so die Schneeauflagefläche möglichst gering zu halten. Zunächst aber mußten erst einmal grobe Werkzeuge, wie Säge und Schere eingesezt werden um die Leitäste freizustellen. In letzter Zeit genügt ein etwa 30-minütiges zurückstutzten der tellerförmigen Zweigenden mit einer manuellen Heckenschere. Dabei ist ein, meines Erachtens, dekoratives Gehölz entstanden das, verfolgt man die Fachpresse im Moment, sehr in Mode ist. Einige renommierte Baumschulen haben sich schon auf die Anzucht und den Verkauf solcher formierten Bäume spezialisiert.

Zudem ergab sich ein als sehr vorteilhaft erweisender Nebeneffekt. Im dahinterliegenden EDV-Raum ist die Lichtsituation jetzt wesentlich verbessert. Manch einen mögen die tellerförmigen Astenden und die bizarren alten Stämme sogar bei der Arbeit am PC inspirieren.

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