Autochthone Gehölze
Rainer Oberle


Team Autochthon  (61955 Bytes)

In Zusammenarbeit mit dem Amt für Flur- und Landneuordnung Freiburg, verschiedenen Baumschulen und der Universität Freiburg soll im Zuge der Bauarbeiten, der Flurneuordnungs-, Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen der neuen B31-Ost ein Teil des Pflanzgutes aus regionaler Herkunft verwendet werden.

Dazu fand ein Ortstermin statt, um bestehende, spontan entstandene Sukzessionshecken auszuwählen, von denen Samen gewonnen werden können. Besonderes Augenmerk wird darauf gelegt, daß es sich um sogennante "autochthone Bestände" handelt, die sich ohne menschliche Hilfe in der freien Landschaft angesiedelt haben.

Neben Erkenntnissen über die Vermehrungsmethoden der einzelnen Gattungen und Arten soll auch das Anwuchsergebnis gerade der autochthonen Pflanzen mit konventionellem Pflanzenmaterial verglichen werden. Damit könnte man dem herschenden Vorurteil entgegentreten, daß autochthone Pflanzen in der Anzucht viel zu teuer wären, und aus diesem Grunde in Baden-Württemberg auch nur von wenigen Baumschul-Betrieben geliefert werden können. Die wenigen bisher gemachten Erfahrungen deuten nämlich darauf hin, daß die Ausfallquote bei autochthonen Pflanzen geringer sein könnte.

Für uns im Versuchsgarten des Waldbau-Instituts sind vor allem die Rosen von besonderem Interesse, da sie in großer Formenvielfalt vorkommen. Erfahrungsgemäß ist ihre Aussaat aber nicht ganz einfach. Sie neigen zum Überliegen, d.h. die Keimung erfolgt oftmals erst im 2. und 3. Jahr nach der Aussaat. Spezielle Behandlungsmethoden (Stratifikation) sind deshalb vorgesehen.

Die Beteiligten von links nach rechts: Walter Krögner (Baumschule Burg am Wald), Karl Schott (Forstliche Versuchsanstalt Freiburg und private Baumschule), Praktikantin zur Hilfe bei der Samenernte, Andreas Hummel (Amt für Flur- und Landneuordnung Freiburg), sitzend Albert Reif (Professor für Vegetationskunde am Waldbau-Institut). Auf dem Bild fehlt wie immer der Fotograf - ebenfalls beteiligt ist also Rainer Oberle.

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