Die Gemeine Keiljungfer - Gomphus vulgatissimus
In der Geschichte der Gemeinen Keiljungfer spiegelt sich gewissermaßen das Schicksal der Fließwasser-besiedelnden Libellen wider. Gomphus vulgatissimus besiedelt Bäche und Flüsse, aber auch Seen mit Brandungsufer. So brachten mir beispielweise meine Großeltern eine Exuvie vom Alatsee bei Füssen mit. Ich staunte nicht schlecht, als ich erkannte, das es die Gemeine Keiljungfer war. Bei der Nachsuche 2000 fand ich rund 70 Exuvien, 2001 sogar über 200! Das ist um so erstaunlicher, als der Alatsee über 800 m ü. NN. liegt. Dort entstanden auch die Aufnahmen der schlüpfenden Tiere. Die ausgefärbten Männchen flogen am Ausfluss des Staffelsees in Bayern. Flugzeit: Mai - Juli
Der Schlüpfvorgang
Als Vertreter der Gomphiden (Familie der Flussjungfer) ist auch die Gemeine Keiljungfer in der Lage, in waagerechter Position zu Schlüpfen. Das können nicht viele Libellen, denn dazu ist ein sehr hoher Körperinnendruck notwendig. Dieser wird aufgebaut, indem die Larve vor dem Schlüpfen Wasser aufnimmt, das nach der Emergenz wieder abgegeben werden muss -sonst wäre die Libelle zu schwer, um Abfliegen zu können. Außer den Gomphiden kann z.B. noch das Kleine Granatauge waagerecht schlüpfen. |
Bilder der Art![]()
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