Zur Entstehung der Bilder:

Ich fotografiere seit Frühjahr 1997, und zwar mit einer Nikon F601. Alle Libellen Bilder aus dem Jahr 1997 wurden mit dem Objektiv 70-210 mm Tele-Makro von Sigma (maximaler Abbildungsmasstab 1:2) angfertigt. Die Fotos im Jahr 1998 entstanden ausnahmslos mit dem 105 mm Makro von Nikon (maximaler Abbildungsmasstab 1:1). Seit August 1999 benutze ich fast nur noch meine neue Kamera Nikon F90X. Ihr großer Vorteil für die Makrofotografie liegt in der Abblendtaste. So kann man einen zu großen Tiefenschärfenbereich, der den Hintergrund unruhig werden lässt, leicht vermeiden.

Als Filmmaterial verwende ich meist den Fuji Sensia 100 (gutes Preis-Leistungs-Verhältnis), gerne auch den Fuji Velvia (Iso 50).

Praktisch alle Bilder dieser Website wurden ohne Blitz angefertigt!
Um dennoch einen möglichst großen Teil des Insekts scharf abbilden zu können, ist es wichtig, senkrecht auf die Objektebene zu fotografieren. Um die Tiefenschärfe vom optischen System her zu optimieren, wähle ich in der Belichtungsautomatik die Verschlusszeit, die ich glaube, noch ruhig halten zu können. Dies ist meist 1/125s, aber auch 1/60s oder gar 1/30s sind bei einer Brennweite von 105 mm möglich.
Mit meiner neuen Kamera hat sich auch die Aufnahmetechnik verändert: Nun wähle ich in der Zeitautomatik die Blende, die mir die optimale Tiefenschärfe gibt, und kontrolliere in der Anzeige, ob die von der Kamera gewählten Verschlusszeit noch handhabbar ist.

Alle Bilder wurden in der natürlichen Umgebung der Tiere angefertigt. Der Einsatz eines Stativs erscheint mir nicht sinnvoll zu sein - doch das ist Gewohnheitssache. Die besten Ergebnisse erzielte ich mit viel Geduld, vorsichtigem Anpirschen und einer ruhigen Hand.

Die Fluchtdistanz ist von Art zu Art unterschiedlich und auch witterungsabhängig. Ein Erfahrungswert, den jeder selbst herausfinden sollte.

Hier noch einige "Aktionfotos", auf denen die Entstehungsgeschichte einer Aufnahme dieser Website verfolgt werden kann. Wie man sehen kann, entstehen super Bilder nur unter höchstem körperlichem Einsatz...

der Fotograf in Aktion beachte rechts die Libelle Männchen der Gemeinen Heidelibelle

Zum Abschluss wünsche ich jedem recht viel Spaß bei der Tierfotografie in der freien Natur.

Man sollte jedoch bei allem Ehrgeiz stets verantworungsbewusst mit den meist seltenen Tieren und bedrohten Biotopen umgehen.