Grundlagen des Erdklimas

Warum gibt es unterschiedliche Klimazonen?

von Cerstin Bohnert

  1. Was ist eigentlich Klima?
  2. Welche unterschiedlichen Klimazonen gibt es überhaupt?
  3. Wie entstehen die unterschiedlichen Klimazonen?
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  1. Was ist eigentlich Klima?

    Während Klima sehr beständig ist, das sozusagene mittlere Wettergeschehen mit dem jahreszeitlichen Gang der Temperaturen und Niederschläge über Jahre hinweg, ist das Wetter sehr wechselhaft! Man kann also sagen: Das Klima ergibt sich aus der Summe aller Wetter über einen grösseren Zeitraum beobachtet

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  2. Welche unterschiedlichen Klimazonen gibt es überhaupt?

    Klimaklassifikationen nach: Breitengraden, Mittelwerten von Temperatur und Niederschlägen, jahreszeitlicher Verteilung von Wärme und Feuchtigkeit, Lage über Meereshöhe, Nähe zu einem Ozean und Strömungsverhältnisse in diesem, vorherrschende Luftströmungen etc.

    Die 3 Hauptklimatypen:

    Übergangsklimata:

    Nach geographischer Lage unterschiedliche Klimatypen:

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  3. Wie entstehen die unterschiedlichen Klimazonen?

    3.1 Grundprinzip Sonneneinstrahlung

    Sonneneinstrahlwinkel überall unterschiedlich selbe Menge an Sonnenstrahlung muss an den weiter polwärts gelegenen Breiten eine grössere Strecke durch die Atmosphäre überwinden, als an den Gebieten näher am Äquator → grösserer Strahlungsverlust durch die Ozonschicht, Wolken und Wasserdampf, ausserdem trifft die selbe Menge Sonnenstrahlung auf ein grösseres Gebiet, so dass weniger Strahlung pro mē die Erdoberfläche erreicht weniger effektiv als in Äquatornähe.

    Stärkste Sonnenbestrahlung in den Tropen heisse, sehr feuchte Luft steigt aus den Meeren und Wäldern auf Regen Tiefdruckgebiet in Bodennähe (Innertropische Konvergenzzone, ITC), während in grösseren Höhen eher ein Hochdruckgebiet herrscht.

    Nachströmende Luft von den weiter polwärts gelegenen Gebieten → Passate (Ostwinde, durch Coriolis-Kraft abgelenkt)

    Hadley-Zirkulation: bei 30° Breite sinkt die von den Tropen kommende polwärts strömende Luft wieder auf Erdoberfläche ab erwärmt sich kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen Wolken lösen sich auf Sonne kann ohne Hindernisse auf die Erde niederstrahlen grosse subtropische Wüsten.

    Jenseits der 30. Breitengrade: Ostwärtige Ablenkung der polwärts strömenden Gradientwinde Westwindzone (Coriolis-Kraft) Zwischen Westwindzone und Polaren Luftmassen → Planetarische Frontalzone.

    Unterschiedliche Verteilung von Land- und Seemassen und Gebirgen Ausbildung unterschiedlicher Strömungen mit bis zu 5000 km langen Wellen um beide Hemisphären Erweiterungen und Verengungen der Frontalzone

    Jetstreams in höheren Atmosphäreschichten (Windgeschwindigkeit bis zu 600 km/h) polare Tiefdruckrinne und subtropischer Hochdruckgürtel quasistationäre Druckgebiete: Kanaren-Hoch und Island-Tief sehr wetterbestimmend!

    Kalte Luft aus den Polargebieten und warme Luft aus den tropischeren Bereichen strömen nach starke Wetterfronten!!! schlechtes Wetter in den mittleren Breiten

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    3.2 Schräglage der Erdachse

    Im Laufe des Jahres wandert die am direktesten von der Sonne bestrahlte Fläche zwischen den Wendekreisen hin und her. unterschiedliche Erwärmung des selben Gebiets innerhalb eines Jahres. Jahreszeiten, Regen- bzw. Trockenzeiten zwischen den Wendekreisen, Polartag und -nacht jenseits der Polarkreise. Monsun (von arabischen mausim - Jahreszeit)

    Im Sommer Aufsteigen warmer Luft über der asiatischen Landmasse Tiefdruckgebiete zieht feuchtigkeitsgesättigte Luft vom Indischen Ozean ab beim Überqueren des Äquators abgelenkte NO-Passate begleitet von sehr starken Niederschlägen ziehen über Indien und Nachbarländern hinweg Richtung Nordosten SW-Monsun.

    Im Winter genau ungekehrt: kühle, trockene Winde wehen vom Himalaya herab in Richtung Indischer Ozean nach Südosten Trockenzeit

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    3.3 Strömungen in den Weltmeeren

    Wichtiger Teil des Wärmeaustauschsystems der Erde: riesige Wärmemengen werden von den Tropen in kältere Breiten transportiert und andersherum global stabile Temperaturen.

    In einem Ozean wird am westlichen Rand das Wasser polwärts transportiert Abkühlung und Zurückfliesen am östlichen Rand des Weltmeers zum Äquator. Starke äquatoriale, westwärts gerichtete Äquatoriale Gegenströme Zurückfliesen in die westlichen Gebiete.

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    3.4 Beeinflussung durch Winde

    Mitbewegung der Wasseroberfläche Meeresströmungen. Coriolis-kraft wirkt ablenkend auf diese Oberflächenströmungen mit zunehmender Tiefe wird das Wasser westwärts abgelenkt. (Ekmannsche Spirale)

    El Nino- und El Nina-effekte im Pazifik (beide im nordhem. Winter). Normalbedingungen: Pazifischer äquatorialer Gegenstrom kaltes Wasser vor Südamerika (Ostpazifische, kalte Zunge), warmes in den westlichen Bereichen des Pazifiks (wichtiger Wärmespeicher für die Pazifikregion).

    Etwa alle 1 - 7 Jahre um Weihnachten Abflauen der den Pazifischen Gegenstrom verursachenden Winde El Nino-effekt: Wasser erwärmt sich bis in grössere Tiefen, Zurückdrängung der Ostpazifische kalte Zunge extreme Auswirkung auf das ganze globale Klima, aber besonders, für die pazifiknahen Regionen. El Nina (El Viejo): normalerweise in einem Jahr, das auf ein El Nino-jahr folgt: abnormal kalte Ozeantemperaturen im äquatorialen Pazifik

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Autor: Stefanie Schmid