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Während Klima sehr beständig ist, das sozusagene mittlere Wettergeschehen mit dem jahreszeitlichen Gang der Temperaturen und Niederschläge über Jahre hinweg, ist das Wetter sehr wechselhaft! Man kann also sagen: Das Klima ergibt sich aus der Summe aller Wetter über einen grösseren Zeitraum beobachtet
Klimaklassifikationen nach: Breitengraden, Mittelwerten von Temperatur und Niederschlägen, jahreszeitlicher Verteilung von Wärme und Feuchtigkeit, Lage über Meereshöhe, Nähe zu einem Ozean und Strömungsverhältnisse in diesem, vorherrschende Luftströmungen etc.
Die 3 Hauptklimatypen:
Übergangsklimata:
3.1 Grundprinzip Sonneneinstrahlung
Sonneneinstrahlwinkel überall unterschiedlich → selbe Menge an Sonnenstrahlung muss an den weiter polwärts gelegenen Breiten eine grössere Strecke durch die Atmosphäre überwinden, als an den Gebieten näher am Äquator → grösserer Strahlungsverlust durch die Ozonschicht, Wolken und Wasserdampf, ausserdem trifft die selbe Menge Sonnenstrahlung auf ein grösseres Gebiet, so dass weniger Strahlung pro mē die Erdoberfläche erreicht → weniger effektiv als in Äquatornähe.
Stärkste Sonnenbestrahlung in den Tropen → heisse, sehr feuchte Luft steigt aus den Meeren und Wäldern auf → Regen → Tiefdruckgebiet in Bodennähe (Innertropische Konvergenzzone, ITC), während in grösseren Höhen eher ein Hochdruckgebiet herrscht.
Nachströmende Luft von den weiter polwärts gelegenen Gebieten → Passate (Ostwinde, durch Coriolis-Kraft abgelenkt)
Hadley-Zirkulation: bei 30° Breite sinkt die von den Tropen kommende polwärts strömende Luft wieder auf Erdoberfläche ab → erwärmt sich → kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen → Wolken lösen sich auf → Sonne kann ohne Hindernisse auf die Erde niederstrahlen → grosse subtropische Wüsten.
Jenseits der 30. Breitengrade: Ostwärtige Ablenkung der polwärts strömenden Gradientwinde → Westwindzone (Coriolis-Kraft) Zwischen Westwindzone und Polaren Luftmassen → Planetarische Frontalzone.
Unterschiedliche Verteilung von Land- und Seemassen und Gebirgen → Ausbildung unterschiedlicher Strömungen mit bis zu 5000 km langen Wellen um beide Hemisphären → Erweiterungen und Verengungen der Frontalzone
→ Jetstreams in höheren Atmosphäreschichten (Windgeschwindigkeit bis zu 600 km/h) → polare Tiefdruckrinne und subtropischer Hochdruckgürtel → quasistationäre Druckgebiete: Kanaren-Hoch und Island-Tief → sehr wetterbestimmend!
Kalte Luft aus den Polargebieten und warme Luft aus den tropischeren Bereichen strömen nach → starke Wetterfronten!!! → schlechtes Wetter in den mittleren Breiten
Im Laufe des Jahres wandert die am direktesten von der Sonne bestrahlte Fläche zwischen den Wendekreisen hin und her. → unterschiedliche Erwärmung des selben Gebiets innerhalb eines Jahres. → Jahreszeiten, Regen- bzw. Trockenzeiten zwischen den Wendekreisen, Polartag und -nacht jenseits der Polarkreise. Monsun (von arabischen mausim - Jahreszeit)
Im Sommer Aufsteigen warmer Luft über der asiatischen Landmasse → Tiefdruckgebiete → zieht feuchtigkeitsgesättigte Luft vom Indischen Ozean ab → beim Überqueren des Äquators abgelenkte NO-Passate begleitet von sehr starken Niederschlägen ziehen über Indien und Nachbarländern hinweg Richtung Nordosten → SW-Monsun.
Im Winter genau ungekehrt: kühle, trockene Winde wehen vom Himalaya herab in Richtung Indischer Ozean nach Südosten → Trockenzeit
3.3 Strömungen in den Weltmeeren
Wichtiger Teil des Wärmeaustauschsystems der Erde: riesige Wärmemengen werden von den Tropen in kältere Breiten transportiert und andersherum → global stabile Temperaturen.
In einem Ozean wird am westlichen Rand das Wasser polwärts transportiert → Abkühlung und Zurückfliesen am östlichen Rand des Weltmeers zum Äquator. Starke äquatoriale, westwärts gerichtete Äquatoriale Gegenströme → Zurückfliesen in die westlichen Gebiete.
Mitbewegung der Wasseroberfläche → Meeresströmungen. Coriolis-kraft wirkt ablenkend auf diese Oberflächenströmungen → mit zunehmender Tiefe wird das Wasser westwärts abgelenkt. (Ekmannsche Spirale)
El Nino- und El Nina-effekte im Pazifik (beide im nordhem. Winter). Normalbedingungen: Pazifischer äquatorialer Gegenstrom → kaltes Wasser vor Südamerika (Ostpazifische, kalte Zunge), warmes in den westlichen Bereichen des Pazifiks (wichtiger Wärmespeicher für die Pazifikregion).
Etwa alle 1 - 7 Jahre um Weihnachten Abflauen der den Pazifischen Gegenstrom verursachenden Winde → El Nino-effekt: Wasser erwärmt sich bis in grössere Tiefen, Zurückdrängung der Ostpazifische kalte Zunge → extreme Auswirkung auf das ganze globale Klima, aber besonders, für die pazifiknahen Regionen. El Nina (El Viejo): normalerweise in einem Jahr, das auf ein El Nino-jahr folgt: abnormal kalte Ozeantemperaturen im äquatorialen Pazifik